Zecken bei Kindern

Ich stelle immer wieder fest, dass ich als Mutter oft vor relativ „normalen“ Aufgaben stehe, die ich dennoch noch nie in meinem Leben machen musste: Zum Beispiel meinem fast 4jährigen Sohn eine Zecke entfernen. Argh!! Ich selbst habe – Gott sei Dank – nie eine Zecke gehabt.

Und so sitze ich am Sonntag morgen mit meinem Sohn auf unserer Couch und ich blicke entsetzt auf die Schulter meines Sohnes. Die Zecke hat direkt auf der Schulter Sohnes festgesaugt und ist noch so klein, dass das gerade erst passiert sein muss. Schlagartig juckt es mich überall. Bäh … igitt!

Ich erreiche um diese Uhrzeit niemanden, der mir seine Erfahrungswerte mitteilen könnte und so befrage ich google, wie ich am besten eine Zecke entferne. Ohne Zeckenkarte oder sonstige Spezial-Geräte. Nicht einmal eine normale Pinzette haben wir. Die Notapotheke ist 10 km entfernt und eine Info steht auf fast allen Websites: Je früher das Viech raus ist, desto besser für meinen Sohn. Also zupfe ich am Mini-Zeckenkörper und beim 3. Mal lässt die Zecke auf einmal los. Ich begutachte das Krabbeltier und stelle fest, es scheint vollständig zu sein. Ich zerdrücke das Tier und kein Tröpfchen Blut bleibt zurück. Mann bin ich froh, dass das Viech nicht mehr in meinem Sohn steckt. Aber was ist mit der Ansteckung von Borroliose und FSME (zur Karte deutscher FSME Risikogebiete)??

Ganz wichtig:

  • Die Stelle merken oder markieren, an der sich die Zecke festgesaugt hatte und die Stelle dann  beobachten.
  • Kinder unter 6 Jahren werden nicht gegen Zecken geimpft (klärt mich mein Kinderarzt auf) und
  • der Borreliose Wirkstoff wird erst nach einer gewissen Zeit (nach ca. 8-12 festgesaugten Stunden) übertragen.

Puh … bis heute hat er keine Anzeichen von Fieber gezeigt (Hinweis auf FSME) und keine roten Flecken (Hinweis auf Borreliose). Einen Tag später war die kleine rote Einstichstelle auch komplett verschwunden. Hoffentlich bleibt das so!

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